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LOKOLOKI 2.0
Der Blogrebell auf Reisen durchs Web 2.0 und mehr
Die Zwerge – live: Die Kleinen werden die Größten sein!
“Werte Spectatores…” Mit diesen Worten eröffnete Johannes Steck, der in
die Rolle des unglaublichen Rodarios schlüpfte, das Spektakel im
Theaterzelt des Münchner Schloss´. Treue Zwerge-Leser unter den
Zuschauern fühlten sich sofort angesprochen. Die Bandmitglieder von
Corvus Corax platzierten sich auf der Bühne zu ihren fantastischen
Instrumenten. Ein Sortiment bestehend aus antiken bis hin zu modernen
Musikgeräten wartete auf ihren bombastischen Auftritt. Während Steck von
den Geschehnissen im geborgenen Land berichtete begannen bereits leise
Klänge im Hintergrund zu ertönen. Als die Vorgeschichte fertig
geschildert war, geschah es. Das Theaterzelt erbebte förmlich unter den
Klängen riesiger Trommeln, handlicher Dudelsäcken und anderen
mittelalterlichen Apparaten. Gänsehautstimmung! Bitte weiterlesen…
Während der gesamten Aufführung umrahmte
die Band die Erzählungen rund um den tapferen Zwerg Tungdil. Ab und zu
durften wir sogar einige großartige Stücke von den “Krähen” in voller
Länge genießen. Johannes Steck, der mit seiner tiefen Stimme und dem
merkbaren schauspielerischem Talent die Zuschauer in seinen Bann zog,
erzählte in den knapp zwei Stunden eine Kurzfassung des Romans von
Markus Heitz “Die Zwerge”, wobei einige Stellen (natürlich) ausgelassen,
andere jedoch nur abgeändert wurden. So fuhr Tungdil mit seinen
Gefährten zum Beispiel nicht etwa in Loren durch unterirdische Höhlen um
die Feuerklinge zu schmieden, wie im Buch geschrieben, sondern ritten
auf zähen Langhaarponys durch die Länder. Auch einige wichtige Personen,
die gerade im zweiten Teil eine wichtigere Rolle spielen, wie etwa
Furgas, wurden nicht erwähnt. Das alles störte jedoch überhaupt nicht
und der Hauptstrang blieb der selbe. Am Ende schmerzten meine Hände vor
lauter Beifall klatschen.
Fazit:
Eigentlich ist die Bezeichnung Live-Vorlesung eine Beschämung
für solch eine grandiose Aufführung. Die Zwerge Live ist wirklich alles
andere, als eine langweilige Vorlesung. Johannes Steck verzauberte mich
völlig und die musikalische Untermalung von Corvus Corax setzte dem
Ganzen noch die Krone auf. Als die Vorstellung zu Ende war, war ich
ehrlich traurig, dass sie nur zwei Stunden gedauert hat. Angeblich ist
in naher Zukunft eine Tournee geplant und ich würde jedem ans Herz legen
sich dieses einmalige Erlebnis nicht entgehen zu lassen. Für nur “20
Münzlinge” ein wahrer Ohren- und Augenschmaus!